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RECHTSANWALTSKANZLEIEN · RAG

RAG für Kanzleien: KI, die Ihre Akten kennt und Ihr Haus nicht verlässt

Die Klausel finden, ohne die Akte zu verlassen.

RAG für Kanzleien verbindet ein privat betriebenes Sprachmodell mit einem Suchindex über Ihre eigenen Schriftsätze, Verträge und Gutachten. Jede Antwort verweist auf die Fundstelle in Ihrer Akte. Wir betreiben das System auf Ihren Servern oder in deutschen Rechenzentren und regeln unsere Rolle als Dienstleister nach § 43e BRAO und § 203 StGB vertraglich.

Klausel
Frist
Beteiligte
63,6 %
der deutschen Kanzleien setzen KI bereits aktiv ein
§ 43e BRAO
Dienstleister-Setup in Textform
0
externe API-Abhängigkeiten
72 h
bis zum ersten Pilot auf Ihrer Infrastruktur
Quelle 63,6 %: Wolters Kluwer Benchmark-Bericht 2026, n = 633, Befragung 07 bis 09/2025.

Was Kanzleien heute ausbremst

Fachkräftemangel

Die Zahl der ReFa-Absolventen ist seit 2003 um rund 70 % eingebrochen, auf nur noch etwa 3.000 pro Jahr. Qualifiziertes Personal ist knapp und mit Routinearbeit ausgelastet, statt Mandate voranzubringen.

Wissen steckt in Akten fest

Jede Frage wurde in Ihrer Kanzlei schon einmal beantwortet, irgendwo in tausenden Schriftsätzen und Verträgen. Wiederfinden kostet Stunden, also wird neu geschrieben statt wiederverwendet.

KI ja, aber nicht öffentlich

63,6 % der deutschen Kanzleien setzen KI bereits aktiv ein, 82,5 % der Nutzer arbeiten dabei mit öffentlichen Tools wie ChatGPT. Für Mandantendaten ist das heikel: Verschwiegenheit nach § 43a BRAO und § 203 StGB, die Anforderungen an Dienstleister nach § 43e BRAO und die DSGVO setzen öffentlicher Cloud-KI enge Grenzen.

Was wir für Ihre Kanzlei bauen

PRIVATE KANZLEI-KI

Ihr eigenes Sprachmodell, hinter Ihrer Firewall

Selbst gehostete Sprachmodelle auf Kanzlei-Servern oder in privater Cloud in Deutschland. So einfach wie ChatGPT, aber alle Daten, Prompts und Protokolle bleiben unter Ihrer Kontrolle.

Auditierbare Nutzung, bereit für DSGVO, die KI-Hinweise der BRAK und den EU AI Act.
RAG-WISSENSSYSTEM

Ihr Kanzleiwissen, abrufbar in Sekunden

Die KI beantwortet Fragen auf Basis Ihrer eigenen Akten und Dokumente, jede Aussage mit Fundstelle statt Vermutung.

„Wie haben wir das schon einmal argumentiert?“, beantwortet in Sekunden.
DOKUMENTENARBEIT

Akten zusammenfassen, Entwürfe erstellen

Die KI fasst umfangreiche Akten zusammen, extrahiert Fristen und Beteiligte, prüft Dokumentenberge in Massenverfahren und liefert erste Entwürfe für Schriftsätze und Verträge. Ihr Berufsträger prüft und entscheidet.

KANZLEIPROZESSE

Posteingang, Fristen, Mandanten-Onboarding

Eingangspost und beA-Nachrichten triagieren und der richtigen Akte zuordnen, Antwortentwürfe für Mandantenanfragen, Dokumentenanforderung und Onboarding. Über die offiziellen DATEV-Schnittstellen landen Ergebnisse wieder in der richtigen Akte.

10+ ausgelieferte Produkte·Private KI-Infrastruktur·DSGVO & EU AI Act·Engineering aus Leipzig·
10+ ausgelieferte Produkte·Private KI-Infrastruktur·DSGVO & EU AI Act·Engineering aus Leipzig·

RAG für Kanzleien: Quellen statt Vermutungen

Retrieval-Augmented Generation, kurz RAG, verbindet ein Sprachmodell mit einem durchsuchbaren Index über Ihre Kanzleidokumente. Die KI antwortet nicht aus ihrem allgemeinen Trainingswissen, sondern aus den Passagen, die sie in Ihren eigenen Akten findet, und nennt jede Fundstelle. Für anwaltliche Arbeit ist das der entscheidende Unterschied: Sie prüfen eine Quelle, statt einer Formulierung zu vertrauen.

Antworten mit Fundstelle

Jede Antwort verweist auf die Quelle: den konkreten Schriftsatz, die Vertragsklausel, das Gutachten. Ein Klick öffnet das Original an der richtigen Stelle. Ihr Berufsträger prüft die Fundstelle in Sekunden.

Rechte und Rollen auf Aktenebene

Der Index respektiert Ihre Aktenrechte: Wer eine Akte nicht öffnen darf, bekommt auch keine Antwort daraus. Chinese Walls und Grenzen bei Interessenkollisionen werden technisch durchgesetzt.

Immer aktuell, nie trainiert

Neue Schriftsätze sind sofort auffindbar, ganz ohne Modelltraining. Ihre Dokumente fließen in keinen Trainingsdatensatz ein und verlassen Ihre Infrastruktur zu keinem Zeitpunkt.

Typische Fragen an das System

„Wie haben wir § 7 in vergleichbaren Verfahren ausgelegt?“ · „Zeig mir unsere beste Haftungsklausel für SaaS-Verträge.“ · „Fasse den Sachstand der Akte M-2024-118 zusammen.“

Das Prinzip: Die KI recherchiert und schlägt vor, Ihr Berufsträger prüft die Fundstellen und behält die letzte Entscheidung über jeden Schriftsatz. Das schützt Mandatsgeheimnis, Haftung und Berufsrecht.

RAG per API: Ihr Kanzleiwissen als Schnittstelle

Nicht jede Kanzlei will ein weiteres Chatfenster. Viele wollen das Kanzleiwissen dort abrufen, wo sie ohnehin arbeiten: in der Kanzleisoftware, im Dokumentenmanagement oder in eigenen Werkzeugen. Deshalb stellen wir das RAG-System zusätzlich als Schnittstelle bereit, eine RAG API, die innerhalb Ihrer Infrastruktur läuft und von Ihren Anwendungen aufgerufen wird.

So arbeitet die Schnittstelle:

•
Läuft bei Ihnen. Die API ist nur in Ihrem Netz oder Ihrer privaten Cloud erreichbar. Keine Anfrage und kein Dokument verlässt dabei Ihre Infrastruktur.
•
Prüft Rechte bei jeder Anfrage. Die Schnittstelle kennt den anfragenden Nutzer und liefert nur Passagen aus Akten, die er öffnen darf. Chinese Walls gelten auch für automatisierte Abfragen.
•
Liefert Antwort und Fundstellen getrennt. Ihre Anwendung erhält die Antwort, die verwendeten Textstellen und die Verweise auf die Originaldokumente als strukturierte Daten und kann sie selbst anzeigen.
•
Protokolliert revisionssicher. Jede Anfrage und jede Antwort wird protokolliert, auswertbar für DSGVO-Nachweise und den EU AI Act.
•
Bleibt planbar. Keine Abrechnung pro Token bei einem externen Anbieter, sondern ein fester Betriebsbetrag.
Eine KI-Schnittstelle ist nicht schon deshalb BRAO-konform, weil sie verschlüsselt ist. Entscheidend ist, wer die Inhalte verarbeitet und wie dieser Dienstleister verpflichtet ist. Genau das regeln wir im nächsten Abschnitt.
Erfahren Sie mehr über unsere private Infrastruktur.

Berufsrecht: BRAO § 43a, § 43e und § 203 StGB

KI ändert nichts an den Pflichten, die für jede Kanzlei gelten. Sie verändert nur die Frage, wer an der Verarbeitung von Mandantengeheimnissen mitwirkt. Drei Vorschriften sind dafür maßgeblich.

§ 43a Abs. 2 BRAO: Die Verschwiegenheit gilt auch für KI

Die anwaltliche Verschwiegenheit erfasst alles, was Ihnen in Ausübung des Berufs bekannt geworden ist. Wer Akteninhalte in ein KI-System gibt, muss deshalb sicherstellen, dass niemand Unbefugtes Zugriff erhält. Bei einem privat betriebenen System bleiben die Inhalte in Ihrer Infrastruktur, der Kreis der Beteiligten ist überschaubar und vertraglich geregelt.

§ 43e BRAO: Regeln für IT- und KI-Dienstleister

Sie dürfen Dienstleistern Zugang zu geschützten Informationen gewähren, soweit das für die Leistung erforderlich ist. Dafür verlangt § 43e BRAO eine sorgfältige Auswahl, einen Vertrag in Textform, der den Dienstleister zur Verschwiegenheit verpflichtet und über die strafrechtlichen Folgen belehrt, sowie eine Regelung, ob und unter welchen Bedingungen weitere Personen eingebunden werden. Bei Leistungen im Ausland muss der Geheimnisschutz dort vergleichbar sein.

§ 203 StGB: Mitwirkende Personen und Strafbarkeit

Seit der Neuregelung vom November 2017 dürfen Berufsgeheimnisträger Geheimnisse gegenüber sonstigen mitwirkenden Personen offenbaren, soweit deren Mitwirkung das erfordert. Der Dienstleister macht sich selbst strafbar, wenn er Geheimnisse unbefugt offenbart. Die Kanzlei kann sich strafbar machen, wenn sie nicht dafür gesorgt hat, dass eine mitwirkende Person zur Geheimhaltung verpflichtet wurde, und diese Person ein Geheimnis unbefugt offenbart.

Unser Dienstleister-Setup für Kanzleien

  • ✓Verschwiegenheitsvereinbarung in Textform mit Belehrung über die strafrechtlichen Folgen, nach § 43e Abs. 3 BRAO
  • ✓Verpflichtung aller Mitarbeitenden, die an Ihrem System mitwirken, im Sinne von § 203 Abs. 4 StGB
  • ✓Unterauftragnehmer nur mit Ihrer Zustimmung und mit derselben Verpflichtung in Textform
  • ✓Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, vor Vertragsschluss
  • ✓Zugriff auf Inhalte nur, soweit der Betrieb ihn erfordert, und jeder Zugriff protokolliert
  • ✓Betrieb auf Ihren Servern oder in deutschen Rechenzentren, ohne Drittlandtransfer
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Wir liefern die technische und vertragliche Grundlage, die Ihr Datenschutzbeauftragter und Ihre berufsrechtliche Prüfung brauchen, mit allen Unterlagen vor Vertragsschluss.
Details zu unseren Sicherheitsmaßnahmen: technische und organisatorische Maßnahmen·Hintergründe im Leitfaden: Leitfaden LLM Hosting und § 203 StGB

Öffentliche KI-API, Private Link oder eigener Betrieb?

Für Kanzleien gibt es heute drei Wege, ein Sprachmodell zu nutzen. Der Unterschied liegt weniger in der Technik als in der Frage, wer die Inhalte Ihrer Akten verarbeitet.

KriteriumÖffentliche KI-APIKI-API über Private Link in einer EU-RegionPrivater Betrieb mit NexPatch
Wo werden Inhalte verarbeitet?Im Rechenzentrum des Anbieters, Region oft frei wählbarIm Rechenzentrum des Anbieters in der gewählten EU-RegionAuf Ihren Servern oder in deutschen Rechenzentren
Was schützt die Verbindung?Verschlüsselung über das InternetPrivater Netzweg ohne öffentliches InternetVerbindung bleibt in Ihrem Netz
Wer ist Dienstleister nach § 43e BRAO?Der KI-Anbieter, Vertrag in Textform nötigDer KI-Anbieter, Private Link ändert daran nichtsWir, mit Verschwiegenheitsvereinbarung in Textform
Rechte auf AktenebeneMuss selbst gebaut werdenMuss selbst gebaut werdenIm RAG-Index enthalten
KostenAbrechnung pro TokenAbrechnung pro Token plus NetzwerkkostenPlanbarer Betriebsbetrag

Große Cloud-Anbieter bieten für ihre KI-Dienste private Netzwerkanbindungen in europäischen Regionen an, etwa Microsoft Azure über Private Link, AWS über PrivateLink und Google Cloud über Private Service Connect. Das sichert den Transportweg ab. Die Inhalte verarbeitet trotzdem der Anbieter, er bleibt Dienstleister im Sinne von § 43e BRAO, und bei Anbietern mit Sitz außerhalb der EU stellt sich zusätzlich die Frage nach dem Zugriff durch ausländische Behörden. Wer diese Fragen nicht im Einzelfall klären will, betreibt das Modell selbst oder lässt es privat betreiben.

So läuft ein Projekt mit uns

01
Verstehen
02
Absichern
03
Einführen
04
Produktiv nutzen
05
Verbessern
01

Verstehen

Audit von Prozessen, Berufsrecht, Datenschutz, Dokumentenbestand und Einsparpotenzial Ihrer Kanzlei.

02

Absichern

Architektur, Modellauswahl und Rechtekonzept, Dienstleistervertrag nach § 43e BRAO, Freigabe mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

03

Einführen

Kanzlei-KI, RAG-Index und Anbindung an Kanzleisoftware und DATEV umsetzen, erster Pilot nach 72 Stunden.

04

Produktiv nutzen

Rollout im ganzen Team, Schulung und Produktivbetrieb auf Ihrer Infrastruktur.

05

Verbessern

Monitoring, Updates, Governance und laufende Optimierung im Betrieb, mit 99,9 % Verfügbarkeit als vertragliche Zusage.

Passt das zu Ihrer Kanzlei?

Best Fit

Kanzleien ab etwa 5 Berufsträgern mit gewachsenem Dokumentenbestand, hohem Mandatsvolumen oder Massenverfahren, auch interdisziplinäre Kanzleien aus Recht und Steuern. Unabhängig davon, mit welcher Kanzleisoftware Sie arbeiten.

Ihr Vorteil

KI-Funktionen so einfach wie ChatGPT, aber nach § 43e BRAO vertraglich abgesichert, mit belegten Antworten aus Ihren eigenen Akten und ohne Abo-Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern.

Messbarer Effekt

Deutlich weniger Zeit für Aktenstudium und Recherche, wiederverwendetes Kanzleiwissen statt Neuschreiben, entlastete ReFas. Mehr Mandate mit demselben Team.

Häufige Fragen

Kostenloses KI-Audit für Ihre Kanzlei

In 60 Minuten zeigen wir an Ihren eigenen Dokumenten, was ein RAG-Wissenssystem für Ihre Kanzlei leistet und was es konkret einspart. Kein Verkaufsgespräch: Sie erhalten einen konkreten Maßnahmenplan.

Gespräch vereinbaren

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